ROTER NAGEL
NIDWALDEN MARKIERT


12. November 2011 | 10.00h
Haus am Hubel
Hauptstrasse 25 | Wolfenschiessen


An sechs ausgewählten Orten wird in den kommenden zwölf Monaten der rote Nagel in Nidwalden zu stehen kommen. Ein Jahr lang wird jeden Monat mit dem Setzen eines übergrossen Nagels Merkpunkte unserer Landschaft und Baukultur gekennzeichnet.

Diese Markierungen sollen Verborgenes sichtbar machen, Vergessenes in Erinnerung rufen, Hintergründiges in den Vordergrund stellen. Diese Anlässe finden abwechslungsweise alle zwei Monate mit dem Architekturforum Uri statt.

www.innerschweizer-heimatschutz.ch

HAUS AM HUBEL - BERICHTE


Online-Bericht im art-tv über die Setzung des roten Nagels am 12.11.2011 durch den Innerschweizer Heimatschutz

www.art-tv.ch


Artikel zum Roten Nagel in der Neuen Nidwaldner Zeitung (NNZ) vom 16.11.11


PDF_NNZ


Artikel zum Roten Nagel in der ONZ (Obwalden und Nidwalden Zeitung) vom 10.11.11 sowie in der Online-Ausgabe


www.onz.ch

ONZ - WOHNHAUS BREITEN

'Wenn aus Obstbäumen Häuser werden'

Artikel zum Wohnhaus Breiten in der
ONZ (Obwalden und Nidwalden Zeitung) vom 14.10.2011 sowie in der Online-Ausgabe

www.onz.ch
WIJERMATT, KERNS

Mittels eines Studienauftrages wurde ein Vorschlag für eine Wohnüberbau-
ung gesucht, welcher zu wirtschaftlich guten Bedingungen eine Siedlung mit hoher Wohn- & Lebensqualität auf dem zentral gelegenen Grundstück Wijermatt in Kerns ermöglicht.Es wird die Realisierung einer nachhaltig konzipierten Anlage mit circa 85 Miet- beziehungsweise Eigentumswohnungen beabsichtigt.

Der Studienauftrag wurde durch die
Eberli Generalunternehmung AG
Sarnen in Auftrag gegeben und in
einem Konkurrenzverfahren mit vier
Architekturbüros durchgeführt.
Durrer Architekten konnten mit
ihrem Projekt „Scheeni Uissichte“
das Preisgericht überzeugen. Es
ist ihnen gelungen mit den geplanten Neubauten auf die Massstäblichkeit der Umgebung und auf die geforderten betrieblichen Vorgaben einzugehen.

Durrer Architekten wurden mit
der Überarbeitung des Wettbewerbprojektes und der weiteren
Planung beauftragt. Die Quartierplaneingabe ist auf Ende Jahr
und die Baueingabe im Frühling
2011 geplant.

Auszug aus dem Jurybericht:

Obwohl wir uns in einem Gebiet mit
unterschiedlichen Bautypen aus
verschiedenen Zeiten befinden, ist
es den Verfassern wichtig, dass sich
ihre Bauten sowohl in Bezug auf die
Körnung und Massstäblichkeit wie
auch auf ihre Stellung innerhalb der
Umgebung verweben. Dieses zen-
trale Anliegen setzen sie auf über-
zeugende Art um, die Neubauten
sind im Situationsplan kaum auszu-
machen, in der Architektur sprechen
sie dann richtigerweise eine eigene
zeitgemässe Sprache von ebenfalls
hoher Qualität.

Die durch die geforderte Verbindung bestehende Gefahr, das zusammen-hängende Gebiet zu teilen wird durch die geschickte Strassenführung vermieden, das Areal wird gleichmässig möbliert, sodass auch alle Aussenräume ähnliche Abmessungen erhalten.

Sämtliche Einheiten der zwei- bis
dreibündigen Typen orientieren sich
in drei bis vier Richtungen. So ent-
stehen differenzierte Ausblicke in
verschiedene Richtungen und eine
attraktive Spannung zwischen
‚dörflicher’ Dichte und Weite. Das be-
stehende Haus ‚Röthlin’ wird respek-
tvoll behandelt, behält seinen Um-
schwung und wird sogar zur Refe-
renzgrösse für die Stirnfassaden der
neuen Wohnhäuser.

Die Wohnungen sind klar organisiert, mit wenigen Ausnahmen gut orientiert und besonnt und die meisten Nas-
sräume liegen an den Fassaden.
Zwei von der neuen Durchfahrts-
strasse erschlossene Parkgaragen
sind direkt mit den einzelnen
Wohnhäusern verbunden, ein
‚organisches’ Wegnetz garantiert
die notwendigen Fussgänger
verbindungen.

Zusammenfassend handelt es sich
bei dem Projek um ein sehr
stimmiges, sich sensibel mit der
Umgebung verbindendes Projekt
von hoher Qualität, das trotz starker
Integration ein hohes Mass an
Eigenständigkeit und Identität
besitzt.


Studienwettbewerb auf Einladung
Anzahl Häuser      11
Anzahl WHG         87
Arealfläche           ca. 15'000 m2
Auslober              Eberli GU


PDF WW Wijermatt
HAUS AM HUBEL

Das bestehende, zu eng gewordene  Wohnhaus am Dorfrand von Wolfenschiessen soll einem Neubau, welcher drei Generationen der gleichen Familie Platz bietet, weichen.

Der Ersatzneubau wird, wie seinerzeit das alte Haus, nordseitig im Grundstück platziert und nahe an den Hubel gerückt. Er setzt sich aus zwei ineinandergreifenden Elementen zusammen: einem massiven ‚Rücken‘ als südseitige Verlängerung der bestehenden Garage entlang des Hubels sowie dem davorgestellten, an den Betonteil angelehnten Holzbau.

Der Holzbau wird als Referenz an
das bestehende Wohnhaus möglichst
kompakt und mit ähnlichen Proportionen ausgebildet. Präzise gesetzte Einschnitte und Aufbauten interpretieren auf zeitgemässe Weise typische Elemente der ortsüblichen Wohn- und Bauernhäuser.

Der Neubau bietet mit zwei Wohnungen drei Generationen Platz. Die im Erdgeschoss liegende 4.5-Zimmer Wohnung dient den Eltern als Alterswohnung. Die obere Wohnung mit 8.5-Zimmern erstreckt sich über zwei Geschosse und wird von der Familie der Tochter bewohnt. Beide Wohnungen verfügen über getrennte Eingänge, sind jedoch intern über die Waschküche verbunden.

Beide Wohnungen haben einen teilweise ins Volumen eingeschnittenen Sitzplatz. In der Erdgeschosswohnung liegt dieser an der südwestlichen Gebäudeecke; in der Obergeschosswohnung ist er im Südosten platziert, womit der Hubel direkt erschlossen wird. Vom oberen Sitzplatz führt eine Treppe in den Garten.

Der ostseitige Betonrücken nimmt
sämtliche Nebenräume wie Keller,
Waschküche und Technikräume auf.
Die Hauptwohnräume befinden sich
im Holzvolumen, wobei die Wohn-
und Essräume nach Süden ausgerichtet sind. An der Ostfassade, gegen den Hubel gerichtet, befinden sich Nassräume wie Toiletten und Bäder, sowie die Küchen.

Die hinterlüftete Fassade wird mittels vertikalen, grau lasierten Holzlatten verkleidet. Die in Breite und Tiefe unterschiedlichen Latten werden in einer geplant unregelmässigen Abfolge montiert und ergeben je nach Sonnenstand und Wetter ein abwechslungsreiches Licht- und Farbenspiel. Dieses erinnert an seit Jahrzehnten wettergegerbte Fassaden und hilft dem Haus, sich von Beginn weg im Ortsbild zu integrieren.


Ersatzneubau
Bauherrschaft      privat
Planung               2007-2010
Bauzeit                2010-2011
Bauvolumen        1'800 m3
Adresse               Hauptstrasse 25
                           6386 Wolfenschiessen

BREITENPARK, KERNS

In unmittelbarer Nähe des Kernser
Dorfzentrum werden auf dem lang-
gezogenen Umschwung des denk-
malgeschützten Wohnhaus Breiten
48 Wohnungen und 3 Studios in 6 Mehrfamilienhäusern erstellt.
Auf gleicher Grundrissbasis wurden
32 als Miet- und 16 als Eigentums-
wohnungen ausgebaut.

Mit nur zwei Haustypen (Zwei- bzw. Drei-bünder), welche teilweise an der Längsachse gespiegelt werden, ge-
lingt es die Gebäude optimal in die heterogene Umgebung einzupassen und das Wohnhaus Breiten ange- messen zu integrieren. Gleichzeitig werden so mit einem einfachen Mittel interessante Aussenräume und Durchsichten geschaffen.

Um eine dem Ort angemessene Körnung zu erreichen und allen Wohnungen eine optimale Belichtung, maximale Privatheit und interessante Ausblicke auf die umliegende Berg-
welt zu ermöglichen, werden die Fassaden gegliedert und die Gebäude gestaffelt.

Die innenliegenden Küchen wirken
als Kern und Schaltzentrale innerhalb
der Wohnungen,welche alle über
einen zonierten Wohn- und Ess-
bereich mit eingezogener Loggia verfügen. Im Sommer kann diese wie ein Aussenzimmer bewohnt werden. Da sich die Mehrheit der Wohnungen mindestens auf drei Seiten orien-tieren,sind in der Regel auch die Badezimmer natürlich belichtet.

Die Wohnungen wurden so ge-
plant, dass durch kleine bauliche
Veränderungen unterschiedliche
Grundrissvarianten möglich sind.

Neubau
Bauherrschaften    EGB /Immovativ AG
Programm             48 Wohnungen
Planung                2006-2008
Bauzeit                 2009-2010
Bauvolumen         36'500m3
Kostenplanung/   Hofstetter
Bauleitung           Bauökonomie AG
Farbkonzept        Erich Häfliger
Umgebung          SutterGartendesign

Adresse             Flüelistrasse 5-17
                           6064 Kerns

WOHNHAUS BREITEN

Das Biedermeierhaus 'Breiten'
wurde um 1835 durch Landeshaupt-
mann Josef Maria Röthlin erbaut.
Es ist ein beachtlicher Vertreter
klassizistischer Profanarchitektur aus
der für Kerns regen Bauepoche des
19. Jahrhunderts.

Da das Haus Breiten künftig ver-
mietet werden soll, wurde in Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege ein Projekt erarbeitet, welches das Haus mit einem geringen Struktureingriff in zwei voneinander unabhängige Einheiten unterteilt. Das Gebäude bringt somit eine von der Grösse her den heutigen Bedürf-
nissen entsprechende Wohnung in
den Obergeschossen und ein repräsentatives Büro im Erdgeschoss unter.

Ein bestehender Garagenanbau auf
der Südseite wird durch einen neuen
Anbau, der den Büroraum erweitert,
ersetzt. Der vom historischen Gebäu-
de klar differenzierbare Körper ist
mit 10mm massivem Stahlblech
materialisiert.

Das Gebäude ist im Kantonalen
Inventar für schützenswerte Bauten
eingetragen und mit 19 Punken
regional eingestuft.

Renovation/Umbau
Bauherrschaft        privat
Planung                 2008-2009
Bauzeit                  2009-2010
Bauvolumen          1'200 m3
Kostenplanung/     Eggiman
Bauleitung             Architekten

Adresse               Flüelistrasse 9
                             6064 Kerns

SEEMLI VITZNAU

Für die anstehende Ortsplanungs-
revision in Vitznau wurde über das nordöstlich des Dorfzentrums ge-
legene Areal Seemli eine Bebauungs- und Erschliessungsstudie verfasst.

Die Studie zeigt beispielhaft mögliche Bebauungsstrukturen auf, welche eine ortsbildverträgliche Verdichtung des topografisch anspruchsvollen Geländes am Waldrand erlauben.

Obwohl die Topografie den Betrach-tungsperimeter in einen östlichen Teil am steilen Hang und erhöhten Plateau sowie einen westlichen Teil in der Senke der bestehenden Fensterfabrik aufteilt, soll die Bebauung Seemli eine Einheit bilden und nach den gleichen Kriterien gestaltet werden:

Vornehmlich Wohnnutzung, horizontal und vertikal gestaffelte Bauten und Fassaden mit einem besonderen Augenmerk auf der Dachgestaltung, direkte Seesicht für die Mehrheit der Wohnungen, Quersichten und Ausblicke in alle Richtungen, kleinstmögliche Eingriffe in das bestehende Terrain sowie möglichst viel Freiraum zwischen den Gebäuden und den einzelnen Einheiten.

Dabei wird insbesondere eine Verkehrserschliessung angestrebt, welche sich gut in das bestehende Terrain integriert und gleichzeitig eine sinnvolle Etappierung der Bauten ermöglicht ohne dass eine Zäsur zwischen oberem und unterem Teil der Bebauung entsteht.

Zurzeit wird die Studie durch die Ortsplanungskommission begutachtet.

Bebauungsstudie
Bauherrschaft          privat
Planung                   2011
Betrachtungsareal   13'200 m2
Adressse                 Gütschstrasse
                               6354 Vitznau

EFH MERENSCHWAND

In einem heterogenen Umfeld mit Ein- und Mehrfamilienhäusern, Agrar- und Gewerbebauten soll auf einer leicht ansteigenden Parzelle ein neues Einfamilienhaus erstellt werden.

Um das grosszügige Raumprogramm der Bauherrschaft in einem dem Ort angemessenen Volumen unterzu-bringen, wurde sowohl im Grundriss als auch im Schnitt eine Staffelung eingeführt.

So ist der ursprünglich archetypische Hauskörper in der Längsachse um eine Zimmerbreite verschoben, was sich in einer Segmentierung der längeren Fassaden auswirkt. Im Schnitt wird das Haus ebenfalls gestaffelt, indem der östliche Gebäudeteil um eine halbe Geschosshöhe abgesenkt wird. Damit kann die Integration ins Gelände und die interne Erschliessung optimiert sowie die Gesamthöhe des Gebäudes reduziert werden. 

Da die Bauherrschaft gerne Gäste empfängt und bekocht, wird der Essraum zum eigentlichen Kern des Hauses ausgebildet. Durch seine Position und doppelte Geschosshöhe wird er zum Referenzraum innerhalb des Gebäudes. Er ermöglicht vielseitige Quersichten und Ausblicke und macht durch seine seitliche Öffnung bis in die Dachschräge die gesamte Dimension des Hauses erlebbar.

Die Raumabfolge innerhalb des Erschliessungsparcours führt von Halbgeschoss zu Halbgeschoss immer mehr vom Öffentlichen ins Private: vom Eingang über den Wohn- und Essbereich, die Büro- und Gästeräume, die Kinderzimmer bis hin zum grosszügigen, in der Höhe gestaffelten Elternbereich unter dem Dach mit direktem Ausgang auf die integrierte Terrasse.

Das ganze Haus gibt sich in der äusserlichen Gestalt zurückhaltend um dann im Innern seine räumliche Vielfalt voll zu entwickeln.


Das Projekt wird ab Baubewilligung durch ein örtliches Büro ausgeführt.

Vorprojekt / Baueingabe
Bauherrschaft         privat
Planung                  2010-2011
Volumen                 1'250 m3
Adresse                  5634  Merenschwand


POUBELLE SIERRE
Das Design basiert auf der Idee einer
„Non-Standard“-Serienproduktion,
welche mit Hilfe von CAD-CAM-Soft-
ware spezifische Anpassungen an
jedem Einzelobjekt entsprechend
dem individuellen Standort ermög-
licht.Jeder hergestellte Container ist
ein Unikat, geformt durch variierende
Parameter vor Ort wie z.B. Platz-
verhältnisse oberirdisch und/oder
unterirdisch, erforderte Kapazität,
Umgebung, Terrainverlauf usw.   
Der Entwurf und die Funktion des
assoziativen, geometrischen
Modelles,entwickelt von Reto Durrer
und Rodrigo Loaiza am Berlage
Institut in Rotterdam, sind im Artikel
„Parametric Urban Waste Container“
in der Architekturzeitschrift
Archithese (Heft Nr. 4/2006)
ausführlich beschrieben.
Eine speziel für Sierre entwickelte
Funktion ist die Anpassungsfähigkeit
 der Schale an das unterschiedlich
geneigte Terrain. Die Oberflächen-
konti-nuität der einzelnen Standorte
muss nicht unterbrochen werden.
Die gesamte Konstruktion sämtlicher
Teile des Containers basiert auf den
Höhenkoten der vier Eckpunkten
im Gelände.
Mit der reibungslosen Produktion
einesPrototypen (Massstab 1:2)
konnte das CAD-CAM Design erfolg-
reich getestet werden. Die Daten,
die vom virtuellen Modell aus der
Software exportiert werden, sind
direkt auf die CNC-Maschinen über-
tragbar. Sechs Einzelteile werden
mit einem Laserschneidegerät aus
einem einzelnen Stahlblech ausge-
schnitten.  Vier Wandelemente wer-
den mit einer CNC-Abkantungs-
maschine, die mit Spezialwerkzeug
im Containerradius ausgerüstet ist,
gebogen. Die Kugelausschnitte an
den oberen zwei Ecken werden
ebenfalls mit einem speziell ange-
fertigten Werkzeug in die ent-
sprechende Form gepresst.
Die Einzelteile werden von Hand
verschweisst und verspachtelt.
Die Containerschale kann an-
schliessend galvanisch verzinkt und
einbrennlackiert werden.
Der Prototyp wurde von der Firma
Meyer Metall AG unter der Leitung
von Peter Obi produziert.
Das assoziative Design lässt sich an
jedem Standort perfekt anpassen.
Das Erscheinungsbild ist zurückh-
altend – auch eine Serie wirkt durch
unterschiedliche Nuancen einzelner
Objekte weniger dominant.

Abfallcontainer für Sierre
Auftraggeber         Stadt Sierre
Planung                 2007
OBERE ALLMEND, SARNEN

3. Preis - 2010

Der Wettbewerbsperimeter liegt am Rande des Sarner Dorfes in der Nähe der Autobahn A8, in einer äusserst heterogenen Umgebung (Kirchareal, Ein- und Mehrfamilienhäuser, Militärbauten, Industrie). Die unter-
schiedlichen an diesem Ort aufein-
ander treffenden Bauten und Typo-
logien verlangen nach einer in sich geschlossenen Bebauungsform, die
in der Lage ist, zwischen den unterschiedlichen Körnungen zu vermitteln. Das Wettbewerbsprojekt schlägt eine  in seiner Umgebung eigenständige Struktur vor, die im Hinblick auf einen sorgfältigen Umgang mit Bauland ein ortsver-trägliches, verdichtetes Bauen mit grosszügigen Freiflächen zulässt und gleichzeitig gute Aus- und Durch-sichten ermöglicht.

Drei unterschiedlich lange Gebäude-körper, welche entlang der Parzellen-grenze situiert sind, definieren einen innenhofartigen Zwischenraum der
sich auf drei Seiten öffnet. Durch die Anordnung der Bauten lassen sich
die Lärmimmissionen der A8 reduzieren und die Geometrien der umliegenden Quartiere aufnehmen.
Durch die bewusst reduzierte Höhe
des westlichen Gebäudekörpers wird ein subtiler Übergang zur Geschos-sigkeit der Einfamilienhäuser und des Kirchenareals hergestellt, sowie der Einfall der Abendsonne in das Innere der Bebauung optimiert.

Die 24 Wohnungen (2.5-5.5-Zimmer) bieten alle sowohl Aussichten auf die umgebende Bergwelt als auch einen direkten Bezug zum gemeinsamen Innenhof, was eine angenehme Wohnatmosphäre mit interessanten räiumlichen Bezügen schafft. Die vorgeschlagenen Grundrisse können sowohl als Miet- wie auch als Eigentumswohnungen ausgebildet werden. Alle Wohnungen sind auf drei bis vier Seiten belichtet und verfügen über jeweils eine Nasszelle mit Tageslicht.

Durchgehende Wohn-/ Essbereiche bringen insbesondere auch bei den Ost-West orientierten Wohnungen
viel Licht und Sonne in den Tages-bereich. Die Wohnräume orientieren sich mit ihrem Aussensitzplatz oder Balkon zum Hof hin. Diese sind im Bereich Küche/Essen zur Hälfte im Gebäudevolumen eingezogen und
zur Hälfte ausladend, wodurch ein windgeschützter, privater Aussen-bereich der Wohnungen gewähr-
leistet wird. Die einfache Gebäude-struktur lässt eine flexible An-
passung und eine Palette von Grund-rissvarianten zu.

Die Aussenraumgestaltung differenziert einen öffentlichen
Bereich entlang der Strassen und dem Kirchgemeindehaus und einen halbprivaten Bereich im Innern des Hofes. Dieser wind- und lärm-
geschützte Aussenbereich ist nur
über die Hauseingänge erreichbar
und dient den Bewohnern als Erholungs- und Begegnungsraum
und wird sicherlich den Allmendhof
zu einem attraktiven Ort zum
Wohnen und Leben verhelfen.


PDF Obere Allmend
OKB SARNEN
Der neue Hauptsitz der Obwaldner
Kantonalbank wird in einer Ge-
bäudegruppe, bestehend aus dem
repräsentativen Altbau von 1908/09
sowie zwei etappiert erstellten Büro-
neubauten beherbergt. Die drei
Gebäudekörper sind im ersten
Obergeschoss durch ein Binde-
glied, welches einen Raum für
die zentrale Markthalle aufspannt,
miteinander verbunden. Diese
Aufgliederung des grossen benö-
tigten Volumens und deren Form-
gebung, erlaubt eine Anpassung an
den Massstab des Sarner Dorf-
zentrums, wie auch an das hist-
orische Bankgebäude an der Bahn-
hofstrasse. Die Neu- und Anbauten
verstehen sich als zurückhaltende
Ergänzung zum bestehenden Bau.
Das grössere Neubauvolumen der
ersten Etappe, welches vorwiegend
Büroräume enthält, ist entlang der
Nachbarparzelle Frauenkloster mit
einem, für den Abbruch des beste-
henden Anbaus aus dem Jahre
1966, genügenden Abstand positi-
oniert. Das kleinere Volumen der
zweiten Etappe, welches die Räume
für Kundenberatung und Weiter-
bildung enthält, wird auf das belas-
sene Untergeschoss des Anbaus an
die Flucht des bestehenden Anbaus
gestellt. Somit wird die Baumallee
und der klar definierte Strassenraum
 am Eingang des Dorfzentrums
weitergeführt und erhalten. Es wird
jedoch ein Platz an der Verzweigung
Brünigstrasse – Bahnhofstrasse
freigespielt, welcher dem Altbau
genügend Raum gibt und gleich-
zeitig auf den Eingang zur Markt-
halle hinweist.
Zwischen den Gebäuden befindet
sich jeweils ein ebenerdiger Kunden-
eingang zur Schalterhalle – dies er-
laubt, die Markthalle als einen halb-
öffentlichen Raum erlebbar zu
machen und gleichzeitig einen Zug-
ang vom Dorfzentrum, vom Bahnhof
und vom Kurzzeitparking zu erhalten.
Die übrigen Räume im Erdgeschoss
sind dem Niveau des Altbaus an-
gepasst und bieten somit auch den
geforderten Hochwasserschutz.
Ebenso erlauben im ersten Ober-
geschoss die Niveaus der Neu-
bauteneine durchgehende Anbin-
dung an den Altbau – und kreieren
so eine zentrale Verbindungsebene
zwischen den verschiedenen
Abteilungen.
Die Fassadengestaltung der Neu-
bauten zielen durch die unregel-
mässige Verwendung eines repeti-
tiven Elementes (vorfabrizierte
Betonstützen) auf einen abwechs-
lungsreichen, homogenen Ausdruck,
welcher neben der detailreichen
Fassade des Altbaus bestehen
kann, diesen jedoch nicht zu imitie-
ren versucht. Dieser Fassaden-
ausdruck ist gleichzeitig ein Hinweis
auf die innere Flexibilität der
Gebäude.

Auszug aus dem Jurybericht:
Das Projekt orientiert sich an der
kleinmassstäblichen, heterogenen
Körnung des Dorfes Sarnen.
Die Projektverfasser erzeugen mit
der Positionierung der zwei neuen,
rechteckigen Baukörper im
Zusammenspiel mit dem beste-
henden Altbau der Bank eine gut
situierte Gebäudegruppe. Das
historische Bankgebäude wird
seiner Bedeutung entsprechend
freigestellt. (....)
Der Strassenraum der Brünigstrasse
wird klar definiert und der Weg der
Baumallee wird weitergeührt. An der
Ecke Brünig- / Bahnhofstrasse
entsteht ein Platz, der von der
rekonstruierten Westfassade des
Altbaus flankiert wird, im Weiteren
aber sehr zurückhaltend gestaltet ist.
Die Einzelteile der Gebäudegruppe
werden durch eine zweigeschossige,
dreieckige Markthalle, die auf dem
Niveau des gewachsenen Terrains
liegt, verbunden. Die Stellung der
einzelnen Bauten zueinander ergibt
drei gleichwertig gestaltete Eingänge
in die Markthalle, die allerdings sehr
sparsam ausformuliert sind.
Die Erreichbarkeit ist somit von der
Bahnhofstrasse, vom neu geschaffe-
nen Platz an der Brünigstrasse und
vom Parkplatz her optimal. (....)
Die Zuordnung der Nutzungen ist
klar und konsequent. Die Büroräume
sind vollumfänglich im bestehenden
Altbau und im grösseren Neubau-
volumen angeordnet, wo im Dachge-
schoss auch die Räume des Bank-
rates, der Direktion und Geschäfts-
leitung liegen. Das kleinere Volumen
nimmt die Nutzungen mit öffentli-
chem Charakter auf. Diese Nutzungs-
verteilung führt zu sehr zweckmässi-
gen, gut funktionierenden Einheiten.
Die Grundrissgestaltung der drei
Einzelbauten ist sachlich klar und
einfach. Sie ergibt attraktive,
hochwertige Arbeits-, Beratungs-,
Schulungs- und Konferenzräume mit
unterschiedlichen Bautiefen.
Während die Büroräume entlang den
Fassaden aufgereiht werden, liegen
die Erschliessungsflächen und die
Serviceräume im Kern der Gebäude.
 
Bei der Gestaltung der Markthalle
verdient der Einbezug der be-
stehenden Südfassade des Altbaus
lobende Erwähnung. Der sorgfältige
Umgang mit dieser „neuen“ alten
Fassade manifestiert sich darin,
dass die Fassade für eine Verbin-
dung nur an einem, gut gewählten
Punkt im ersten Obergeschoss
aufgebrochen wird. Das Thema
der Innenfassade wird bei den Neu-
bauten aufgenommen und fortge-
führt, was zu einem spannenden
Zusammenspiel führt. (....)
Die Fassaden der Neubauten sind
mit den horizontalen Decken-
bändern, den vertikalen Beton-
Rasterelementen in rhythmisierter
Anordnung und den raumhohen
Fenstern konsequent gestaltet.
Die Höhenentwicklung der Neu-
bauten nimmt Bezug zur Schich-
tung des Altbaus. 
Diese einfache Formensprache
erlaubt es dem Altbau als haupt-
sächlich repräsentierendes Ge-
bäude aufzutreten, was seinen
Qualitäten absolut entspricht.
Die Dachgestaltung lehnt sich
formal an diejenige des Altbaus
an, sie wirkt aber zu schwer. (...)
Das Projekt überzeugt aus städte-
baulicher Sicht. Die äussere und
innere Gestaltung der Neubau-
ten ist gelungen und attestiert
den Verfassern einen respektvollen
Umgang mit dem Altbau. Die
betrieblichen Funktionalitäten
werden optimal gewährt.
Das Projekt „added value“ stellt
insgesamt einen wertvollen
Lösungsvorschlag dar.

offener Wettbewerb 2007
Auslober: OKB Sarnen
Kennwort: added value
3. Rang

PDF OKB Sarnen
STUDIE BECKENRIED
Die Siedlungsstruktur des „schönsten Dorfes am schönsten See“ ist geprägt durch ihre Hanglage mit Aussicht auf den See und die umliegende Berg-
landschaft, die durchgehende Kantonsstrasse im Norden und den Autobahnviadukt im Süden. Aus dem gut besonnten Dorfkern mit der leicht erhöhten Kirche hat sich im Lauf der Zeit ein typisches Strassendorf entwickelt, das in den letzten Jahr-
zehnten auf einem -  in der Höhe begrenzten - Landstreifen weite Teile des Uferbereichs, auch weit entfernt vom Zentrum (und in ungünstiger besonnten Gebieten), eingenommen hat. Die Parzelle „Edelweiss“ markiert eine Siedlungslücke im Übergangs-bereich zwischen dem historischen Dorfkern und den angrenzenden heterogenen Neubaugebieten. 

Auszug aus dem Jurybericht:
Die Projektverfasser schlagen sechs Baukörper vor, drei etwas grössere,
drei kleinere. Damit erreichen sie eine Feingliedrigkeit, die sich sehr gut in die Körnung der beste-henden Siedlungsstruktur integriert.(....) Die Wohnungen sind klar gegliedert und besitzen mit den durchgehenden Wohnräumen gute räumliche Qualitäten, sowohl bezüglich Aussicht wie bezüglich Besonnung. (...) Die vorge-schlagenen Attikalösungen sind grosszügig und konzeptionell interessant.

Studienauftrag auf Einladung 2010
Kennwort: 'aussichtsreich'
Auslober: EDELried AG
ohne Rang

PDF Studienauftrag Beckenried

SÜDMODUL
Jeder Standort ist anders und hat seine speziellen Eigenschaften. Ein stand-ardisiertes Produkt, das in die unter-
schiedlichsten Situationen passt ist daher ein Kompromiss.
Das Desingkonzept “Variablé” beruht auf der Idee einer 'Non-Standard'-Serienproduktion, welche mit Hilfe von CAD-CAM Software und einem parametrischen  Modell spezifische Anpassungen an jedem Einzelobjekt entsprechend dem individuellen
Standort ermöglicht. Jedes hergestellte Möbel ist ein Unikat, geformt durch die Parameter der Umgebung und den Nutzungsbedürfnissen. So lässt sich Formausdruck, Geometrie, Grösse und Proportion innerhalb eines assoziativen Entwurfes individuell optimieren und gleichzeitig ein klares und wieder-
erkennbares System von Erschein-
ungsbildern innerhalb der vernetzten Region schaffen. Durch die program-mierte Geometrie des Designs können Anpassungen einfach und kontrolliert ausgeführt und die für die Manufaktur notwendigen Daten automatisch gene-
riert werden, ohne dass in Planung
oder Ausführung ein Mehraufwand entsteht.
Die Photomontagen zeigen wie neben Nutzfläche, Höhe, Grundrissform und Proportion mit einem entsprechenden “ländlich-urban”- Parameter auch die
Dachform dem gebauten Kontext angepasst werden kann. Die Material-
isierung und Formensprache  wird geprägt durch die CNC Produktios-
techniken mit möglichst hohem Anteil an automatisierten Prozessen. Form-
abwicklungen werden mit einem 2D Laser aus Stahlblechen zugeschnitten und mit einem einheitlichen Filletradius mittels CNC Biegemaschine in die be-
stimmten Kurven geformt. So ent-
stehen möglichst grosse zusam-
menhängende Teile, die zu einer
steifen Schale zusammengeschweisst
werden. Die runden Ecken werden
aus präzise zugeschnittenen Metall-
platten in einer Halkugel in die per-
fekte Passform gepresst. Einzelne
Teile werden verzinkt oder lackiert.
Die Eigenschaft des parametrischen
Modells stellt sicher, dass bei jeder
Adaption sämtliche Flächen planar
bleiben und Limiten der Fabrikation-
möglichkeiten eingehalten sind.
Für allfällige spätere Reparaturen
können jederzeit auf Grund archivi-
erter Daten Teile nachgefertig
werden, woduch ein Ersatzteillager
überflüssig wird. 
Die technischen Zeichnungen werden
ebenso automatisiert erstellt, wie die
Exportdaten (unfolding und unstamp)
für die Manufaktur. Die Abmessun-
gen und Dimensionen werden durch
das justieren der Parameter generiert.
Mit den gebogenen Radien hat die
Schale eine hohe Aussteifung und
kommt mit wenig Konstruktionsma-
terial aus. Die Blechdicke sowie all-
fällig aufgesetzte Verstärkungen des
Daches sind von den resultierenden
Spannweiten abhängig und werden
individuell angepasst.

offener Wettbewerb
Auslober:  Verein Südkultur SG
Kennwort: Variablé
2. Runde

PDF Südbodul
QP WILEN
Um mit der geplanten Bebauung die Lücke im Wiler Siedlungsbild organisch zu schliessen, werden kompakte, klar definierte Baukörper in einer der Umgebung angepassten Körnung vorgeschlagen. Die Volumina sind sowohl parallel als auch senkrecht zum bestehenden Gelände, versetzt zueinander, platziert.
Diese „gestreute“ Anordnung ermöglicht einerseits angemessene Aussenräume zwischen den Gebäuden, andererseits wird somit für die Mehrheit der Wohnungen Seesicht und Alpenblick gewährleistet und gleichzeitig die privaten Aussenräume vor unerwünschten Einsichten geschützt. Um den geforderten
breiten Wohnungsmix und -standard zu erreichen und um auf die spezifische
topographische Ausgangslage adäquat reagieren zu können, werden differen-
zierte Haustypen vorgeschlagen. Diese weisen eine Verwandtschaft in der ty-
pologischen und der gestalterischen Ausprägung auf, ermöglichen jedoch eine für die Streusiedlung charakteristische Heterogenität.
Da eine Hangverbauung mit (geschosshohen) Terrassierungen und Stützmauern nicht Orts- und Landschaftsverträglich ist, wird der natürliche Hangverlauf weitgehend beibehalten beziehungsweise wieder hergestellt. Durch die unterirdische Parkierung in den Perimetern A und B lässt sich oberirdisch ein gutes Fusswegnetz einrichten, welches insbesondere bei den Zugängen zu der
höher gelegenen Häuserreihe das natürliche Terrain erlebbar macht. Durch Ausweitungen der in Mergel gehaltenen Fusswege werden Spielplätze, Sitzgruppen und Vorplätze integriert.
Als Basis für die Quartierplanung werden vier Haustypen vorgeschlagen, welche den angestrebten Standard, Grösse und Mix der Wohnungen erfüllen. Im Bereich der Dorfzone sind jeweils drei identische 4.5-Zi beziehungsweise 5.5-Zi Geschosswohnungen pro Haus angeordnet. Im Bereich des Hanges werden zwei Haustypen mit  sich dem Gelände anpassenden, unterschiedlich grossen  Geschosswohnungen vorgeschlagen - wobei im Erdgeschoss jeweils eine 3.5-Zi und im Dachgeschoss eine 6.5-Zi Wohnung angeboten wird. Bei allen Wohnun-
gen wird eine Zonierung des Wohn-/ Essbereiches durch eingezogene Loggien ausgebildet. Diese Loggien erlauben eine grossflächige Verglasung mit genügender Abschattung der Wohnräume im Sommer und einen Wärmegewinn bei tiefliegender Wintersonne. Die mehrheitlich im Volumen integrierten Lauben und Loggien werden durch vereinzelt auskragende, sonnenexponierte Terrassenele-
mente ergänzt.
Um auch im Fassadenbild eine ortsverträgliche Materialisierung und Ausgestaltung zu erreichen, sind sowohl verputzte als auch in angemessener Weise (kleinteilig/ geschindelt) verkleidete Fassaden denkbar. Eine klare Ausprägung des Sockelgeschosses sowie eine detaillierte Ausgestaltung der Balkone
und Fensteröffnungen ermöglichen eine Integration in das ortstypische Siedlungsbild. Die Aussenhülle der neuen Bauten sollen in stumpfen, gedeckten beziehungsweise abgetönten Farben gehalten werden und insbesondere im Bereich des Dorfplatzes in einem Helligkeitskontrast zur Kapelle St. Michael stehen. In der Hanglage ist der Dachlandschaft eine besondere Beachtung zu schenken. Grundsätzlich sind differenzierte (extensiv begrünte) Flachdächer denkbar, insbesondere im Bereich des Strassenraums sind jedoch Satteldächer vorteilhafter für das Ortsbild.
Im Rahmen der massvollen Verdichtung des Wiler Ortskerns wird ein langgezogener Dorfplatz zwischen der Kapelle St. Michael und dem Schulhausareal nordseitig der Strasse vorgeschlagen. Der in Kopfsteinpflaster gehaltene Platz schliesst sich ebenerdig dem verkehrsberuhigten Strassenraum an und eignet sich somit für unterschiedliche öffentliche Veranstaltungen. Er wird durch die umgebenden bestehenden Bauten und durch den vorgeschlagenen Neu-
bau umrahmt und erlaubt südseitig Sichtbezüge zum Sarnersee. Finden auf dem Platz keine spezifischen Aktivitäten statt, kann dieser für Kurzzeitparking benutzt werden und dient der gewerblichen Nutzung des Sockelgeschosses vom Neubau als Vorplatz. Der barocken Kappelle St. Michael wird südlich ein eigener, leicht erhöhter und mit lokalen Guber-Steinen gepflästerten Vorplatz
zugeordnet, welcher sich aber im Dorfplatz integriert und bei Veranstaltungen auch genutzt werden kann. Die Eingänge zum Dorfzentrum werden im Strassenraum durch zwei Fussgängerstreifen bei der Bäckerei Zemp und beim Primarschulhaus sowie durch die jeweilige Ausweitung der Fahrbahn für die Buswarteräume markiert. Die Strassenquerungen werden mit Verkehrsinseln vorgeschlagen, welche den Fuss-
gängern bessere Sichtbarkeit und Schutz bieten. Gleichzeitig weist die je-
weils ins Dorf führende Fahrbahn eine leichte Korrektur im Strassenverlauf
auf, was zusammen mit dem Aufheben der Mittelstreifenmarkierung im Bereich
zwischen den Fussgängerstreifen zu einer zusätzlichen Verkehrsberuhigung
führt. Die Zufahrten zu den neuen Siedlungsteilen werden einerseits über die bestehende Bodenstrasse zu der Tiefgarageneinfahrt geführt, andererseits wird anschliessend an das Dorfzentrum eine neue Quartierstrasse mit übersicht-
licher Einfahrt vorgeschlagen. Bei dieser Einfahrt, sowie beim nördlichen
Eingang zum Dorf sind Besucherparkplätze vorgesehen, welche bei öffentlichen Veranstaltungen auch als Ausweichplätze dienen. Ausserdem könnten in der Tiefgarage bis zu zwanzig Parkplätze zur Fremdvermietung erstellt werden, der Zugang kann über die beiden gewerblich genutzten Sockelgeschosse
(Haus 1/ 7) erfolgen.

Auszug aus dem Jurybericht:
Die Wohnüberbauung besteht aus zwölf einfachen, quaderförmigen Bauvolumen, die mit ihren Sockeln und regelmässigen Fensterreihen typologisch an traditionelle Bauten in Obwalden erinnern. Im Dorbereich sind die Häuser mit Satteldach, im Hangbereich mit Flachdach vorgesehen. Die Baukörper sind ohne Terrassierungen in den gewachsenen Hang gesetzt un mit einem filigranen Fussgängernetz erschlossen. Die Grundrisse der verschiedenen Geschosswohnungen können vielfältig variiert werden. (...)
Der Vorschlag sucht einen sorgfältigen Umgang mit der gebauten Umgebung und der gewachsenen Topographie. Dabei setzt er auf traditionelle Typologien, sowohl bei der Wohnüberbauung als auch beim Strassenraum und dem Dorfplatz. (....) Der südliche Teil des Quartiers wird über eine neue, topografisch optimal ausgebildete Erschliessungstrasse neben der Kapelle erschlossen
.

Wettbewerb auf Einladung 2009
Auslober: SUNWIL AG
Kennwort: Diogenes
ohne Rang

PDF QP Wilen
RIED KÖNIZ
Seit Beginn des zwanzigsten Jahr-
hunderts wurden in Bern und den angrenzenden Gemeinden eine Serie moderner Wohnbauprojekte erstellt, welche dank Ihrer konsequenten und teils sogar radikalen Konzeption - in Bezug auf Massstäblichkeit und Orga-
nisation - neue Zentralitäten in der Peripherie von Bern zu schaffen ver-
mochten. Diese Archipel bauen Ihre Identität nicht auf gegenwärtig so modische stadtebäuliche Konzepte wie Stil (die Gebäudehülle als letztes Re-
fugium der Planer) oder Katalog-Urbanismus (Alles-ist-möglich: ein Mosaik der Indifferenzen). Vielmehr waren es grundsätzliche Versuche, auf gesellschaftliche Entwicklungen und Bedürfnisse - Wohnungsmangel, Massenmotorisierung, suburbane Expansion und Stadtflucht - zu reagie-
ren und angemessene Wohnformen und Siedlungstypologien anzubieten. Diese Antworten mögen heute teils als erfolgreiche städtebauliche Projekte gelten, teils als typische Fehlplanungen jener Zeit: Jedes für sich besitzt jedoch dank seiner städtebaulichen Einheit eine eigenständige, klar identifizierbare Identität, unterscheidbar von anderen Stadtteilen; als Konstellation charakter-
istischer urbaner Artefakte ermöglichen sie eine alternative Lesart der wach-
senden Stadt-Region Bern, in der - nebst der Wahrnehmung der Stadt als Mittelpunkt-Peripherie-Gegensatz oder der Stadt als blosses Netzwerk von Infrastrukturen und Mobilität - das Wohnen in seiner Essenz ein konsti-tuierender Bestandteil ist.Das zukünftige RiedDas Ried wird nach seiner vollständigen Erstellung Raum für mehrere Tausend Einwohner bieten. Wir denken, es ist legitim, das zukünftige Ried als städtisches Quar-
tier zu sehen, in welchem nicht nur geschlafen wird, sondern vielerlei Aspekte des täglichen Lebens statt-
finden. Gleichzeitig ist offensichtlich, dass dem Gebiet heute (und mög-
licherweise auch noch in einem oder zwei Jahrzehnten) jeglicher städtischer Charakter fehlt, welcher nicht alleine durch das Bauen von bestimmten Gebäudetypologien erreicht werden kann: Nutzungsmix und -Intensität, Inbesitznahme durch die Bewohner etc.Die Rahmenbedingungen, welche wir für die Bebauung des Rieds vor-
schlagen, fixieren deshalb einige wenige essentielle Punkte von öffent-
lichem Interesse, welche eine zu-
künftige urbane Entwicklung des Rieds ermöglichen: Erschliessung und Strassenräume, Umriss der Baufelder und Höhenentwicklung, Grünräume. Jenseits dieser Regeln - und bedingt durch diese - ist über die nächsten Jahrzehnte eine maximale Freiheit in der Erstellung von innovativen Bau-
typologien und Nutzungen möglich. ErschliessungEine kontinuierliche Strassenerschliessung in zwei Etappen bildet die Grundlage für die Entwick-
lungsfähigkeit des Quartiers Ried. Vom stadtmorphologischen Gesichtspunkt sind stark integrierte (im Gegensatz dazu: stark segregierte) Quartiere mit dem Wegnetz ihrer Umgebung ver-
flochten und weisen eine hohe Durch-
lässigkeit auf. Sie sind nicht allein das Ziel von Bewegungen, sondern werden auch durchquert. Aus diesem Grund weisen sie unter anderem ein höheres Potenzial für die Entwicklung öffent-
licher oder kommerzieller Nutzungen auf als morphologisch segregierte Gebiete. Um dieses zukünftige Po-
tential für das Ried zu erhalten, schla-
gen wir anstelle von Sackgassen mit totem Ende zwei kontinuierliche Strassenschlaufen vor, welche Brüggbühlstrasse und Landorfstrasse verbinden. Ein kleinmaschiges, durchlaufendes Wegnetz für den Langsamverkehr überlagert diese Groberschliessung.Grünräume, Land-
schaftZwei weiträumige Grünräume weisen unterschiedliche Charakteren auf: Der grosse Grünraum entlang des Waldes liegt ausserhalb der Ueber-
bauung, er ist noch immer Teil eines überregionalen Freiraumsystems. Seine Nutzung soll nicht primär Bedürfnisse der neuen Anwohner befriedigen, sondern jene der ge-
samten Gemeinde. Der zweite grosse Grünraum liegt im Gebiet des Weilers: Mit den bestehenden Landwirtschafts-
gebäuden, neuen Schulbauten und der starken Vernetzung in die Ueber-bauung Ried besitzt er den Charakter eines urbanen Obstgartens, er ist Teil der Siedlung. Beide Grünräume sind ökologisch gut an das übergeordnete Grünraumsystem angebunden. Landmarke, Höhenen-twicklungDas Ried als Wohngebiet bedarf im regionalen Kontext keiner Markierung durch Hochhäuser, solche sind im Gebiet des Bahnhofs Niederwangen denkbar. Die süd- bis nordwestlich orientierten Hänge des Baugebiets garantieren attraktive Ausblicke auch ohne Hochhäuser. Wir schlagen den Verzicht auf höhere Gebäude vor, stattdessen eine Bebauung mit Gebäuden, welche gestaffelt dem coupierten Terrain folgen. Eine eigen-ständige Identität soll nicht durch eine abstrakte Skyline erzeugt werden, sondern durch markante und intere-
ssante Räume innerhalb und ausser-
halb der neuen Siedlung. Die Baufelder beschränken die Bauhöhe auf vier Geschosse, vor der Tubentränki partiell auf 3 Geschosse.BaufelderZugunsten einer räumlichen Kontinuität der öffent-lichen und halböffentlichen Aussen- und Strassenräume schlagen wir vor, mit geometrisch einfachen Baufeldern die Form der Bebauungen und Zwi-
schenräume festzulegen. Die Aus-
richtung reagiert auf die Exposition und die Topographie. Anschlusspunkte der Erschliessung und Langsamverkehrs-
verbindungen werden definiert. Durch das Zusammenfügen der Baufelder entstehen Zwischenräume unter-
schiedlicher Dimension und Lage: Strassenräume, öffentliche Plätze, Quartierstrassen, Wege.Die vor-
geschlagenen Bebauungsregeln fokus-
sieren auf jene Stellen, welche für die Qualität des zukünftigen öffentlichen Raumes entscheidend sind. Dort, wo die Baufelder die Quartierstrasse berühren, schlagen wir für die Ueber-
gänge städtische Lösungen vor: Anstatt Rabatten und Abstandsgrün Möglichkeiten für ebenerdiges Kleingewerbe, Ateliers, Loftwohnen und kollektive Einrichtungen. Zum Waldrand hin wird der Uebergang Siedlungsgebiet-Waldrand mit muralen Themen artikuliert: Klare Trennungen zwischen öffentlichen und privaten Aussenräumen. Die Vorgaben am Perimeter der Baufelder werden mit einer reduzierten Regeldichte im Baufeldinnernkompensiert. EtappierungInnerhalb der 3 Haupt-
baufelder sind Etappierungen in aus heutiger Perspektive sinnvoller Grösse aufgezeigt (Total 10 Etappen). Es ist jedoch durchaus denkbar und möglich, die einzelnen Bauetappen innerhalb der 3 Hauptbaufelder zu verkleinern und zu vergrössern, im Sinne einer längerfristigen Planungsflexibilität.

Wettbewerb offenes Verfahren 2007
Kennwort: RIED I - III
Aulosber: Gemeinde Köniz
ohne Rang

PDF Ried Köniz
OBESUNNE
Das Programm wird auf zwei ver-
wandte Baukörper verteilt, welche bei Endausbau, - gegenseitig versetzt - einen Platz aufspannen, der zum Zentrum der Anlage wird. Die Gebäu-dekörper mit der darunter liegenden Tiefgarage sind entlang dem natür-lichen Hangverlauf situiert. Mit der Anordnung der Bauten im nördlichen Teil der Parzelle entsteht eine Sicht-verbindung zwischen Dornachweg und Pflegeheim. Die Durchfahrtsstras- se führt südlich, horizontal auf dem Niveau der Tiefgarage, an den Alters-wohnungen vorbei. Durch ihre räum-
liche Weite und mit Rastplätzen entlang des Grüngürtels wird sie zur Flanierzone. Die Erdgeschoss-wohnungen sind auf dem Garagen-sockel gegenüber der Strasse erhöht und haben den Charakter eines Hoch-
parterres. Die länglichen Gebäude-körper erlauben eine optimale Orientierung der Wohnungen in Richtung Südwest. Die Häuser sind gemäss einem durchlaufenden „Zick-zack“- Raster geknickt, wodurch eine optische Verkürzung der Fassaden entsteht. Die Höhenstaffelung und das Rückversetzen der Attikageschosse schaffen eine Analogie zum beste-henden Gebäudekonglomerat „Obesunne“. Ebenso wird mit der plastischen Differenzierung eine massstäbliche Anknüpfung an das umliegende Einfamilienhausquartier erzielt. Die Grundrissstruktur bietet ein Maximum an Flexibilität und Variabi-lität. Die Grundeinheit ist eine 2-Zimmer-Wohnung mit einem offenen Grundriss, welcher eine vielseitige Möblierung erlaubt. Sie ist durch eine breite Fensterfront gut belichtet und durch das Zimmer und eine Schicht von Entree, Nasszelle und Küche in einen Ess- und Wohnbereich zoniert. Eine innere Fassade mit Fenster zur Küche erlaubt visuelle Kommunikation mit dem Erschliess-ungsbereich. Die Korridore sind grosszügig dimensioniert und durch die Treppenhäuser sowie über die Balkone an den Gebäudeenden gut belichtet. Die Mieterkeller (Abstell-räume, Reduit) sind im Haus A jeweils und im Haus B teilweise auf den Etagen angebracht. Aus zwei 2-Zimmer Grundeinheiten lassen sich eine 1-Zimmer und eine 3-Zimmer-wohnung schalten. Damit ist in beiden Etappen - sowie zu jedem späteren Zeitpunkt - eine beliebige Anpassung des Wohnungsmix möglich. Die gemeinsam genutzten Räume wie Aufenthaltsnischen, Etagenbäder und Waschküchen sind im Erdgeschoss angebracht, was die Durchgangshallen zu egalitären Begegnungszonen macht. Die Tragstruktur in Beton verläuft durchgehend von den Geschossen zur Tiefgarage und lässt sich auf wenige Elemente reduzieren. Trennwände können in Leichtbauweise ausgeführt werden; die Fassade ist mit durch-gehender Aussendämmung konstruiert. Die liegenden Fassaden-öffnungen fassen jeweils eine Balkon-nische und ein Zimmer zusammen. Die murale Brüstung reicht auf eine Höhe von 50 Zentimeter. In der Wandstärke eingelassen erweitert eine festmon-tierte, massive Blumenkiste die Ab-
sturzsicherung auf einen Meter. Dies auch, um Höhenangst vorzubeugen. Die Blumenbeete können individuell bepflanzt werden und bieten den Be-
wohnern Gelegenheit, ihren eigenen Beitrag zu einem abwechslungsreichen Fassaden- bild zu leisten. Durch die kompakten Volumina bleibt ein ange-
messener Anteil an Grünfläche frei sowie Platz für grosszügige Erschliessungs- und Durchgangswege. Die Verkehrsflächen sind in Hartbelag gegossen, Freiflächen extensiv mit vielfältiger Flora und Fauna begrünt. Die erste Etappe (Haus A) umfasst 48 Wohneinheiten, die zweite Etappe (Haus B) umfasst 31 Wohneinheiten (Total 79). Die Durchfahrtsstrasse sowie die Tiefgarage, deren Schnitt-stelle rasterweise festgelegt werden kann, funktionieren bereits in der ersten Etappe. Auf dem südöstlichen Teil des Perimeters (Landreserve) würde sich ein dritter verwandter Körper mit der selben Geometrie realisieren lassen.

offener Wettbewerb 2006
Kennwort: Leporello
Auslober: Altersheim Obesunne BL
2. Rundgang

PDF Obesunne
Durrer Architekten
dipl. Arch FH ETH MA SIA
Moosstrasse 7
6003 Luzern

t:  +41 41 662 17 71
f:  +41 41 662 17 72

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Daniel Durrer
dipl. Architekt ETH/SIA
d.durrer@durrerarchitekten.ch

Reto Durrer

dipl. Architekt FH MArch B.I.
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